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  • Gelebte Inklusion!
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Das Team KwerWege stellt sich vor. Oben links: Sebastian Rabe, Volker Nehrmann, Kerstin Föhlisch, Andre Döring, Ute Behrend. Mitte links: Markus Kroes, Gabriele Schwutke, Andreas Markert. Unten links: Daniela Kolzau, Anja Hagen. Es fehlen: Marianne Schwob, Silke Rotermund und Ute Raasch.

Das Team für „Gelungene Inklusion“ stellt sich vor

Das neue Team vom Regionalcenter 27 „KwerWege“ der Werkstatt Bremen begleitet Menschen mit Behinderung in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes

Zum Jahresbeginn 2019 hat bei Werkstatt Bremen im Kwadrat an der Wilhelm-Kaisen-Brücke ein neues Regionalcenter unter dem Namen „KwerWege“ seine Arbeit aufgenommen.

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) gibt vor “…die Möglichkeiten von Menschen mit Behinderungen an der Teilhabe am Arbeitsleben..." zu verbessern - auch die UN-Behindertenrechtskonvention fordert, allen Menschen die gleiche und uneingeschränkte Teilnahme an allen gesellschaftlichen Aktivitäten möglich zu machen.

Dieser anspruchsvollen Herausforderung stellt sich das multiprofessionelle Team von KwerWege: es begleitet und unterstützt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in und auf sogenannte Einzelaußenarbeitsplätze.

Das neu zusammengestellte Team besteht aktuell aus 11 qualifizierten Fachkräften zur Arbeits- und Berufsförderung, geleitet wird es von Markus Kroes.

Im Laufe des Arbeitslebens taucht bei vielen Menschen mit Behinderungen, die in der Werkstatt beschäftigt sind, immer mal wieder der Wunsch nach Veränderung auf … und so mancher Beschäftigte würde gerne wissen, wie es ist, auf Einzelaußenarbeitsplätzen außerhalb der Werkstatt zu arbeiten.

Diese Arbeitsplätze befinden sich in ganz normalen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes; beispielsweise in Handwerksbetrieben, bei der Bremer Polizei oder der Stadtbibliothek - je nach den persönlichen Interessen und Fähigkeiten der jeweiligen Interessentinnen und Interessenten.

Der Einstieg in diese Einzelaußenarbeitsplätze entsteht meistens durch ein längeres Praktikum bei den Betrieben vor Ort.

Dabei bleibt grundsätzlich der Anspruch auf einen Werkstattarbeitsplatz bestehen - es sei denn, die Praktikantinnen oder Praktikanten werden ganz offiziell von dem jeweiligen Betrieb sozialversicherungspflichtig eingestellt.

Bei diesem Prozess bietet das KwerWege-Team individuelle Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz sowie eine langfristige fachliche Begleitung direkt im Betrieb.

Ein übergeordnetes Ziel stellt aber immer die individuelle und passgenaue Platzierung auf einen Arbeitsplatz des allgemeinen Arbeitsmarktes dar.

Mittlerweile gibt es rund 70 solcher ausgelagerten Arbeitsplätze - und die Nachfrage von Menschen mit Handicaps nach dem Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt steigt.

Vor diesem Hintergrund bietet die Werkstatt Bremen noch weitere unterstützende Einstiegsmaßnahmen an:

Vermittlungsgruppe:
Hier wird eine nachhaltige Berufswegeplanung für junge Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung im Berufsbildungs- oder Arbeitsbereich durchgeführt. Das Ziel ist es, eine Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt anzustreben.

Qualifizierungs-Module-Hauswirtschaft:
In dieser 22-monatigen Maßnahme werden Teilnehmer*innen der WfbM in Kooperation mit einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes im Bereich der Hauswirtschaft qualifiziert.

Unterstützte Beschäftigung:
Die „Unterstützte Beschäftigung“ (UB) ist eine bis zu 24-monatige Qualifizierungsmaßnahme der Agentur für Arbeit mit dem Ziel, Menschen mit Beeinträchtigungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu vermitteln.